1. Was ist eine fondsgebundene Vermögensverwaltung

Hierbei handelt es sich um eine Vermögensverwaltung auf Fonds-Depot-Basis, bei der die Anlageentscheidungen und das überwachen der Vermögensanlagen Experten überlassen wird.

Der Anleger kann dabei aus einem von fünf Depotstrategien mit einem Mix aus Investmentfonds wählen, die sich je nach Risikoneigung und Anlageziele des Anlegers beispielsweise in Aktienquote, Volatilität und Verlustschwelle unterscheiden. Die Spanne reicht von konservativ (hoher Anleihenanteil) bis dynamisch (hohe Aktienquote). Ändern sich die Lebensziele, so ist ein Strategiewechsel grundsätzlich problemlos möglich.

Investmentfonds ermöglichen eine breite Streuung (Diversifikation) und sind als Sondervermögen vor einer Insolvenz der Kapitalverwaltungsgesellschaft geschützt.

Früher war eine Vermögensverwaltung nur (sehr) vermögenden Kunden vorenthalten (Private Banking, Wealth Management). Heute können Sie bereits ab einer Anlagesumme von bereits 2.500 € oder einem Sparplan von 100 € mtl. in den Genuss einer externen Vermögensverwaltung kommen.

 

2. Unterschied standardisierte zu individueller Vermögensverwaltung

Im Wesentlichen unterscheidet sich die standardisierte, fondsgebundene Vermögensverwaltung von der individuellen Vermögensverwaltung in folgenden Punkten:

  • Investitionen ausschließlich in Investmentfonds und auch ETFs
  • Muster-­Fondsportfolios, die eine der angebotenen Anlagestrategie widerspiegeln und kein individuelles mit dem Kunden abgestimmten Portfolio

Mit einer standardisierten fondsgebundenen Vermögensverwaltung und den Muster-Fondsportfolios mit einer Aktienfondsquote zwischen 20 % und 80 % können bereits vielfältige Anlagemotive einem ausgewogenes Risiko-Rendite-Verhältnis abgedeckt werden. Dies bedeutet für Sie als Anleger:

Komfort: Finanzmarktprofis kümmern sich um das kontinuierliche Vermögensmanagement und passen die Portfolios regelmäßig an die sich verändernden Marktbedingungen an.

Transparenz: Regelmäßige Berichterstattung zu Anlagestruktur, Rendite und Entwicklung des Vermögens und auch jederzeit per Online-Banking.

Flexibilität: Sie können Ihr Fondsportfolio jederzeit verkaufen.

Die standardisierte fondsgebundene Vermögensverwaltung ist nicht geeignet für Anleger, die die Kapitalmärkte im Blick haben und ihr Portfolio selbst zusammenstellen wollen, einen Anlagehorizont von weniger als einem Jahr haben und die garantierte Zinsen oder Renditen erwarten.

 

3. Kosten

Welche Kosten bei einer Vermögensverwaltung auf Sie zukommen können und in welchem Rahmen sie sich typicherweise bewegen:

  • Anlagevergütung (oder auch Ausgabeaufschlag genannt) 0 – 6 % einmalig auf die Anlagesumme
  • Vermögensverwaltungsentgelt 1% – 3% p.a. auf den durchschnittlichen Depotbestand
  • Depotgebühr 30 € – 60 € p.a.
  • weitere interne Kosten von Emittenten und Produktanbieter
  • persönliche & individuelle Kosten durch Steuern (z.B. Abgeltungssteuer) und weitere Dienstleister (Steuerberater)

 

Weitere Informtionen finden Sie auch in unseren FAQs